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Z-Trawler & FVS

Nach fast fünf Jahren Fahrzeit auf dem Seitentrawler Typ 2 - ROS 220 -WEIMAR - DHXT - ergab sich plötzlich und unerwartet die ,Chance ,das ich mich den neuen Anforderungen der damaligen Zeit stellen konnte und mein Glück, wie viele andere Hochseefischer ebenfalls, auf einem der neu auf der Peenewerft Wolgast gebauten Spezial Zubringer-Trawler,versuchen konnte.Die auch als "Spezi "oder einfach nur als" Z-Trawler" bezeichneten Schiffe wurden in einer Serie von insgesamt 21 Fahrzeugen auf Kiel gelegt,von denen inzwischen auch schon 17 oder auch18 Schiffe in Dienst gestellt wurden,so das man sich schon bischen sputen musste ,um noch auf einem der noch auszuliefernden Schiffe anzumustern und um dadurch von Anfang an zur künftigen Stammbesatzung zu gehören... Ich kam aber zunächst erstmal vertretungsweise Mitte September 1967 als Bestmann auf d. Z-Trawler ROS 405 - HERTHA LINDNER - DAZU , der schon einige Reisen hinter sich hatte und der zu der damaligen Zeit noch mit einer offenen Back unterwegs war und erst zu einem späteren Zeitpunkt, ebenfalls so wie die hier abgebildeten Spezi ROS 419 PHILIPP MÜLLER - DEXI- und ROS 404 ELVIRA EISENSCHNEIDER - DAZT - ebenfalls mit einer Back zugebaut wurden. Die Schiffen waren für 21 Mann mit Kojen ausgestattet, aber die Besatzung setzte sich meist folgendermaßen zusammen: Zur Schiffsführung gehörte der Kapitän, sowie der Erste und der Zweite Steuermann. Die Maschine war mit dem ersten Maschinisten oder auch Chief, sowie einen zweiten und einem dritten Maschinisten besetzt. Weiterhin gehörten ein E-Maschinist und ein Maschinenassistent zur Besatzung .An Bord gab es einen Koch, den Funker und einen Decksschlosser. Zur Decksbesatzung gehörten zwei Bestleute, zwei Netzmacher, sowie vier Matrosen, also insgesamt meist so rund 19 Mann Besatzung und diese war in geräumigen Zweimannkammern im Vorschiff untergebracht. Die Schiffe waren 61m lang und 10,60 m breit. Der Tiefgang betrug 4,70m und sie hatten zirka 995 BRT. Sie konnten knapp 518t Treiböl und fast 30t Trinkwasser für ihre Reisen bunkern. Der Schmierölvorrat betrug 1,5t. Der Antrieb der Schiffe erfolgte durch die Zweitakt Hauptmaschine (6NZD72) mit 1750 PS aus dem Dieselmotorenwerk Rostock(DMR) über einen dreiflüg eligen Verstellpropeller von 2,6m Durchmesser und 225U/pro Min, wodurch eine Geschwindigkeit von 12.5 bis 13kn/h erreicht wurde. Die Schiffsschraube war mit einer Cordruder-Düse umgeben, die diesen Schiffstyp überaus manövrierfähig und wendig machte. Durch die Anordnung des Deckshauses auf der Backbordseite konnte ein verlängertes Arbeitsdeck von 33m erreicht werden, was 54% der Schiffslänge ausmachte und somit eine vereinfachte Netzhandhabung ermöglichte. Dadurch wurden das Aussetzen und das Einholen des Netzes in der überaus kurzen Zeit von weniger als 30 Minuten möglich. In sechs Auffangbunkern mit insgesamt 120 qm Fassungsvermögen konnten 90t Fisch zwischengelagert werden, die mit dem selbst an Bord erzeugten Schuppeneis gekühlt werden konnten. Zur Fischübergabe an die Transport undVerarbeitungsschiffe(TVS) ROS 316 - JUNGE WELT - DEXL - und ROS 317 - JUNGE GARDE - DEXM - zu deren Fangflotte jeweils sechs bis acht Z-Trawler gehörten wurden die etwa 15 t fassenden Übergabesteerte mit 4 bis 5 großen Gummiblasen schwimmfähig gemacht und über die Heckslipanlage außenbords gehievt und entweder an STB- oder an BB-Seite, an einer sich dort befindlichen Düse befestigt. Durch drei Treibwasser-Pumpen und zwei Wasserstrahlpumpen und vier im Fischraum befindlichen Förderbändern, konnten die 90t Fisch bei der Übergabe innerhalb einer Stunde in die Steerte gepumpt werden.Nach dem Befüllen der Steerte wurden diese mit einem dicken, etwa 30m langem und etwa 7cm Durchmesser starken Hievstander aus Dederon versehen, an den dann noch eine ebenso lange Korkleine,an deren Ende eine in der Signalfarbe gelb oder orangefarben leuchtende Gummiblase zum leichteren Aufpicken durch das TVS angeschlossen wurde. Da auch nachts Übergaben erfolgten, wurde zwischen Hievstander und Korkleine ein sogenannter Ekazellschwimmkörper angebunden, der mit einer Grubenlampe zur besseren Auffindung beleuchtet wurde.Das Fangsoll für diese Schiffe lag, soweit ich mich heute noch daran erinnere bei 26t pro Tag, was damals bei guter Fanglage leicht zu schaffen war.In späteren Jahren bei sich verschlechternder Fanglage leider mitunter auch nicht einfach zu realisieren war und großer Anstrengungen bedurfte. Die Einsatzzeit war für 66 Tage konzipiert und davon waren 44 Tage am Fangplatz eingeplant. Der Aktionsradius betrug 19000sm und die Schiffe waren nach 1970 sozusagen auf allen sieben Meeren im Einsatz.Der Z- Trawler - ROS 410 - RUDI ARNDT - DAZZ), auf dem ich vom Frühjahr bis zum Sommer 1970 meine letzte Reise zum Fangplatz Labrador machte, hat dabei als "Einziger DDR-Trawler" sogar das früher von den Windjammermatrosen gefürchtete und fast ständig sturmgepeitschte Kap Horn umrundet! - Die Stromversorgung auf diesem Schiffstyp erfolgte über zwei Dieselgeneratoren mit einer Leistung von 150 bzw. 75 KW, die über einen Drehstrom-Wellengenerator von 300 KW über Keilriemen von der Hauptmaschine angetrieben wurden. Das selbe Prinzip aber mit 400 KW- Gleichstrom, wurde auch zum Antrieb der zwei Kurrleinenwinden benutzt, auf denen je zweimal 26mm starke und 2200m lange Kurrleinen aufgetrommelt waren, die vom zentralen Leitstand auf der Brücke ferngesteuert bedient wurden. Vier der Z-Trawler wurden in den achziger Jahren zu Garnelentrawlern umgebaut und fischten bis 1991vor der ost und westafrikanischen Küste. Als die DDR-Hochseefischerei nach der Wende und der Eingliederung in die BRD innerhalb kurzer Zeit ab 1991 zerschlagen wurde, hat man neben den noch vorhandenenFang - u.Verarbeitungs - schiffen (FVS) den Transport und Verarbeitungsschiffen (TVS), den Atlantik-Supertrawlern, noch 19 der ebenfalls vorhandenen Z-Trawler nach Spanien geschleppt und dort verschrottet. Das war sehr bitter für die größte in Rostock- Marienehe stationierte deutsche Hochseefischerei-Flotte. Tausende DDR Hochseefischer standen somit plötzlich vor dem Nichts wurden Arbeitslos und mussten sich mühsam in völlig neuen Aufgabenbereichen und Berufen profilieren.

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ROS 405 - HERTA LINDNER - DAZU

ROS 419 - PHILIPP MÜLLER - DEXI - In Sankt John`s n. der Bergung v. ROS 317 durch d. Eishavarie im März 1968

ROS 404 - ELVIRA EISENSCHNEIDER - DAZT

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