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Fahrz. Seekabelfang Achteraus gesegelt: Flucht von DDR - Hochseefischern Landgang beendet Gästebuch Links Schiffszubehör Silvester & Neujahr 2012 Adventszeit Leere Seite Weihnachten Unterseite Vorlage Winter&Weihnachtszeit 2010 Neujahr Ostern 2011 Neue Seite 93 SteinkugelSteinkugelkegeln im LehrlingswohnheimIn den dreizehn Jahren, die ich bei der Hochseefischerei verbracht habe, hat man auch so einiges erlebt, das man schon viel früher hätte aufschreiben sollen, um es für die Nachwelt zu erhalten. Denn heute nach so vielen Jahren, ist leider vieles wieder entfallen, aber ich werde versuchen immer wieder mal hier in lockerer Form, die eine oder andere Begebenheit aus dem inzwischen schon etwas angekratzten Gedächtnis zu kramen, soweit man sich nach 40 bzw 50 Jahren halt noch daran erinnern kann. Ich beginne mit meiner Lehrzeit : Es müsste so im Herbst 1958 gewesen sein,und wir waren mittlerweile schon im zweiten Lehrjahr und hatten nach einem viertel Jahr im steten, wöchentlichem Wechsel zwischen praktischer Ausbildung auf dem Lehrnetzboden und anschliessender Theorie, sowie einer dann Ende 1957 und Anfang 1958 folgenden gut sieben monatigen Fahrzeit uns den ersten Wind um die Nase wehen lassen.Nun folgte für ein dreiviertel Jahr theoretische Ausbildung an der Betriebsberufsschule ,die sich unmittelbar neben dem Lehrlingswohnheim befand. Nach dem Unterricht, wenn wir unsere schriftlichen Hausaufgaben erledigt hatten, gab es so einige Möglichkeiten, um sich in der Freizeit mit sportlichen Dingen, wie Segeln bei der GST, Fussball oder auch Handball Spielen in der nahe gelegenen Sporthalle Marienehe zu befassen.Aber auch erste Eigeninitiativen wurden zur Freizeigestaltung ergriffen und wenn es das finanzielle Etat zuliess, wurde auch an und ab mal, das dicht an der Hamburger Strasse und zu einer Gartenkolonie in Reutershagen gehörende Lokal "Immendiek" aufgesucht. Dort kostete ein Bier damals nur 50 Pfennige und am Monatsanfang, wenn man unsere knapp bemessene Lehrlingsheuer von etwa 35,00 Mark in Empfang genommen hatten, wurde da an und ab im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten auch mal ein Bierchen gezwitschert . Meistens ging es dann von da aus, um das Strassenbahngeld für die zwei Haltestellen zu sparen , anschliessend wieder zu Fuss durch Reutershagen zum Lehrlingswohnheim (LWH) zurück. Dabei passierte man zunächst erst einmal den Bräsigplatz , an dem sich an einem dort stehendem zweistöckigem Mehr- Familienhaus eine breite Aufgangstreppe befand, die sowohl rechts und links mit angebautem Simsen zur Begrenzung versehen war. Auf diesem Simsen waren rechts und links zur Zierde zwei steinerne Kugeln mit einem Durchmesser von etwa 40cm angebracht . Eines Tages lockerten wir eine dieser Kugeln zu später Stunde im jugendlichem Übermut und nahmen sie mit bis zum LWH in Marienehe um damit einen Schabernack zu treiben. Als wir angekommen waren , gelang uns auch durch ein gezieltes Ablenkungsmanöver damit sogar unbemerkt an der Wache am Eingang vorbei zu kommen und dann ging es hoch zum dritten Stock ,wo eine Mädchenklasse auf diesem Flur ihre Zimmer hatte. Dieser Mädchenflur war an jedem Ende von einer doppelten Schwingtür begrenzt und dort stellten wir uns dann an beiden Enden auf um die Kugel, wie bei einer Kegelpartie hin und her rollen zu lassen. Es war schön still im Hause, denn so gegen 23 Uhr war schon tiefste Nachtruhe angesagt. Man kann sich sicherlich ausmalen mit, was für einem unwahrscheinlichem Getöse und Gepolter die schwere Kugel durch den gefliessden Flur donnerte und wie sich nach dem ersten Schreck, dann doch völlig verstört einige der jungen Damen nur leicht in Ihren Nachthemden bekleidet aus ihren Zimmern in den halbdunklen Flur schauten um festzustellen was da passiert war!... Der Lärm war jedenfalls ohrenbetäubend und im ganzen Hause zu hören und im Nu war auch die Hölle los. Von überall strömten die Lehrlinge herbei um nach zu schauen, was sich da ereignet hatte. So konnte der von unten herbeieilende, nachtdiensthabende Erzieher (Ich glaube es war Herr Sengebusch, der später auch Heimleiter wurde) und der im Parterre ein Dienstzimmer hatte, natürlich auch nicht mehr feststellen, wer denn nun die Übeltäter für diesen Klamauk-Streich waren, denn bei den sofortigen Nachforschungen, da hielten letztendlich alle Lehrlinge dicht und er konnte nur noch die Kugel einsammeln und die Jugendlichen wieder in Ihre Zimmer zur Nachtruhe scheuchen. Aber auch spätere Ermittlungen führten zu keinem Erfolg und es ist nie herausgekommen, wer diese nächtliche Störung verursacht hatte und für so eine Aufregung gesorgt hatte ! Episoden aus der Lehrzeit Voll Voraus zum - Kochkessel ! Lehrzeit-Episoden - Langsam Zurück! Lehrzeit - Halbe Kraft zurück! Fotos zum vergrößern anklicken!In den Album-Ordnern sind die Fotos mit Erläuterungen zu sehen und können ebenfalls vergrößert angesehen werden! 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