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Seekabelfang

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Der Seekabelfang

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Bericht! Habe mir gedacht,es wird mal wieder Zeit, das ich mit einem neuen Beitrag in meinen Episoden die Aufmerksamkeit meiner Besucher wecke und so habe ich mich daran erinnert, das im Fernsehen vor längerer Zeit ein Beitrag über Seekabel gebracht wurde ,zu dem ich hier meinen eigenen Bericht beisteuern möchte.Es fiel mir nämlich wie Schuppen von den Augen, das wir so um den Zeitraum 1963-65 mit ROS 220 Weimar unter Kapitän Walter Suhrbier, nachdem wir unsere Zubringerfangzeit bei ROS 315 Martin Andersen Nexö beendet hatten und anschliessend unsere Eigenreise irgendwo auf einer Position vor Neufundland begannen, um da Grenadierfisch, Rotbarsch,Kabeljau und schwarzen Heilbutt nach zu stellen, ebenfalls ein Erlebnis mit Seekabeln hatten, von dem ich jetzt hier berichten werde. Unser Kapitän Walter Suhrbier war bekannt dafür, gute und erfolgreiche Eigenreisen zu machen und hatte dafür seine speziellen Fangplätze, die aber mitunter auch in einem verbotenem Seegebiet lagen, in dem Seekabel verliefen !...Wir von der Besatzung wurden aber erst darauf aufmerksam, als wir Besuch aus der Luft von einem Seeflieger bekamen , der uns mit Flugblättern in fünf verschiedenen Sprachen versorgte und man uns darin warnte und aufgefordert wurde dieses Gebiet schnellstens wieder zu verlassen!... Aber gerade da, wurde ja "gut gefangen", eben ,weil andere Trawler es sich da vielleicht nicht wagten und wir dadurch vollkommen allein auf weiter Flur waren ! Aber wie das dann halt so ist, wo gehobelt wird,fallen natürlich auch Späne und so hatten wir plötzlich beim Hieven (oder vielleicht war es auch ein Hacker, ich weiss es nicht mehr so genau) eine knapp 35 mm starke Drahtleine über einem unserer Scheerbretter zu hängen!... Zunächst glaubten wir noch, wir hätten eine fremde verloren gegangene Kurrleine mit einem Fischerei- Geschirr aufgefischt (Wäre ja nicht das erste Mal gewesen ) Ja und so wurde diese angebliche Kurrleine wahrgenommen und mit einem dicken Stropp abgestoppt und das nun loose Ende dieser Leine wurde dann zum sogenannten toten Mann geleitet und sollte dann über den Windenspillkopf an Bord gehievt werden ! Da war natürlich allerhand "Musike" drauf und so wurde natürlich sehr vorsichtig beim Hieven gearbeitet !...Wir kamen aber nicht allzuweit mit der Bergung, denn dadurch ,das diese Drahtleine so einen ungeheuer starken Zug nach unten besaß wurde sie beim Hieven über das blanke Schanzkleid sehr stark gedrückt, so das sie sich plötzlich aufzudrehen begann !..Ja und anstelle einer sonst dort hingehörenden "Seele"die die Leine zur besseren Haltbarkeit ja von innen schmieren und fetten soll, trat da blanker Kupferdraht zutage !!! Der Hievvorgang wurde sofort durch lautes Warngeschrei ,der am Schanzkleid beaufsichtigenden zwei Matrosen abgestoppt und der den Vorgang aus dem Brückenfenster beobachtende Kapitän gab mit sofortiger ebenso lautstarken Weisung den Befehl die Leine loszuwerfen, was natürlich auch unverzüglich befolgt wurde !Wir holten daraufhin anschliessend so schnell wie möglich unser sich noch im Wasser befindliches Netz ein und dampften dann mit "Voll voraus" von dieser gefährlichen Position weg, um etwaigigem weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen !... Man durfte garnicht daran zu denken, was da auf uns zu gekommen wäre, wenn das Kabel vielleicht gebrochen wäre ! Aber wie sagt man in so einem Fall: Glück gehabt und nochmal mit einem blauen Auge davongekommen !!! Karl-Heinz Gubick!

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