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Farbig-Werftzeit ROS 419 in Karlskrona

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Werftzeit mit ROS 419 "Philipp Müller" in Karlskrona-Schweden

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Farbig Voll Voraus - ROS 414 -

Nach den reichlichen nicht eingeplanten Aufregungen dieser Winterreise war es eine Beruhigung für uns, das wir uns auf Heimreise befanden und so wurde mit jeden Tag die Laune wieder besser und man schmiedete schon erste Pläne für die bevorstehende Freizeit. Auf unserem östlichem Kurs über den Nordatlantik begegnete man ja nur selten anderen Fahrzeugen. Das änderte sich erst, je näher man der englischen Küste kam. Hier musste insbesondere auf die kleinen, weiß- und grauen Kutter geachtet werden die im diesigem grauen Meer mitunter sehr schlecht auszumachen waren und die ständig mal hier und da plötzlich ganz unvermittelt neben uns in gefährlichem Kollisionskurs auftauchten. Wir nahmen aber diese Hürde auch ohne Ärger und näherten uns dem Skagerrak wo es noch einmal kräftig blies, was uns aber nichts mehr ausmachte denn vom Feuerschiff Skagen waren es ja nur noch knapp 24 Stunden bis wir wieder in Rostock anlegen konnten. Wir hatten es geschafft, bekamen einige Tage Freizeit auf Abruf ,die Jeder für sich so gestaltete wie es Ihm beliebte. Ich habe diese freien Tage zu Hause bei meiner kleinen Familie verbracht bis dann irgendwann plötzlich der Anruf aus Rostock kam ,das wir uns an Bord einfinden sollen ,da unser Schiff einen Werfttermin im schwedischen Marinehafen Karlskrona erhalten hatte. Unsere Werften in Mecklenburg aber auch im benachbarten Polen hatten keine freien Kapazitäten mehr und so kam es, das wir in den altehrwürdigen Marinehafen Karlskrona ins Trockendock geschickt wurden! Es war Freitag vor Pfingsten und so legten wir zunächst im Freihafen an. Von hier war es recht bequem durch ausgedehnte Spaziergänge die Stadt zu erkunden, was auch gern von uns angenommen wurde. Der Zufall wollte es, das wir dadurch in einen bunten und lebensfrohen Umzug gerieten, der zu Ehren des Schulabschlusses einer Mädchenschule veranstaltet wurde. Ich hatte zu dem Zeitpunkt leider nur einen schwarz/weiß Film in meiner Kamera, aber es sind trotzdem einige recht wirkungsvolle Aufnahmen gelungen. Bei einem weiteren unserer Stadtrundgänge kamen wir auch an einem Textilgeschäft vorbei, in dessen Auslage mit dem Werbeslogan „Wir sprechen Deutsch“ zum eintreten ermuntert wurde. So lernten wir die Familie von Bertold Nachmannsson kennen, denen dieses Geschäft gehörte und die mich und den Matrosen Wilhelm Paulussen zum Wochenende zu einem Picknick in ihr 30km außerhalb Karlskrona gelegenes Wochenendhaus einluden. Wir trafen uns zum verabredeten Termin und wurden mit dem Auto durch eine wunderschöne Landschaft zum Ziel gefahren.Damals war gerade die Zeit als Schweden seinen Strassenverkehr von Links auf Rechtsverkehr umgestellt hatte.Es war dort sehr schön und wir erfreuten uns einer überwältigenden Gastfreundschaft. Dienstag nach Pfingsten wurde ROS 419 in die Marinewerft verholt und der Schlepper bugsierte uns ins Trockendock. Die Werft war natürlich militärisches Sperrgebiet und so stand ab sofort ein ziviler Wachposten an der Gangway und es gab vorgeschriebene Zeiten für Ausgang und dem wieder Betreten des Schiffes. Trotzdem konnte man feststellen, das unsere Landgänge vom schwedischen Militär recht locker gehandhabt wurden!... Man stelle sich mal zum Vergleich im umgedrehten Fall vor, wie es wohl abgelaufen worden wäre, wenn ein schwedisches Schiff in unserer Marinewerft Peenemünde gelegen hätte? ROS 419 erhielt im Bugbereich neue Platten und zusätzliche Eisverstärkungen aus „Schwedenstahl“, sowie einen neuen Unterwasseranstrich von der Werft.Unsere Werft-Besatzung von ROS 419 hatte auch weiterhin Gelegenheit in ihrer Freizeit ausgedehnte Exkursionen zu unternehmen. Karlskrona als Marinebasis hatte ja auch einiges in dieser Beziehung zu bieten unter anderem ein sehenswertes Marinemuseum, das ich gemeinsam mit unserem 2. Steuermann Hannes Sachse und unserem Koch (Namen leider vergessen) besuchte. Zu meinen eigenen dort gemachten Fotos, habe ich hier zusätzlich noch weitere Aufnahmen hinzufügen können, die auf der Wikimedia Seite für Jeden frei zur Verfügung stehen und heruntergeladen werden können.So entstand diese doch recht ansprechende und ausführlichere Seite

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