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Die deutsche Hochseefischerei beginnt mit der"Sagitta"

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Langsam Voraus ! BRD-Fischerei-Fahrzeuge !

Hier noch zwei Heckschlepper aus Cuxhaven! In den Album-Ordnern können diese Fotos auch mit Erläuterungen und sobald man sie anklickt vergrössert betrachtet werden!

Logger & Trawler! Voll Zurück !

Die deutsche Hochseefischerei Anfang & Ende

Ein ResümeeAls ich im Jahre 1966 das Glück hatte, denBremerhavener Hecktrawler BX 660" Sagitta"vor die Linse meiner "EXA 1a" zu bekommen, ahnte ich noch nicht, daß ich darüber einmal in meiner eigenenHP ein Resümee über die deutsche Hochseefischerei veröffentlichen würde! Aber wenn man eine Hp- über die ostdeutsche Hochseefischerei ins Netz stellt ,dann darf man natürlich die westdeutsche Hochseefischerei nicht außen vor lassen, zumal ja dort einmal alles vor rund 125 Jahren angefangen hat! Darum hier einiges zur Geschichte: Als 1882 der englische Fischdampfer "Prince Consort" in Geestemünde festmachte, um seinen Fang zu löschen, war dies das Signal für den deutschen Fischgrosshändler Friedrich Busse, den ersten deutschen Fischdampfer, die "Sagitta" nach englischen Vorbild, bauen zu lassen.Er nahm einenKredit auf und vergab diesen lukrativen Bauauftrag an die in Geestemünde beheimatete Werft F.W.Wenke, den diese in den Jahren 1884 bis 1885 realisierte.Das zu bauende Schiff, die "Sagitta" ,war 33,14m lang und 6,38 m breit und verfügte über eine Dampfmaschine, die eine Leistung von 260 PS erbringen konnte.Vorsichtshalber wurde sie auch noch mit einer Hilfsbesegelung ausgestattet. Das Schiff war mit 148 BRT vermessen und besaß ein Laderaumvolumen von 700 Korb Fisch, der mit Trockeneis zu längerer Haltbarkeit gekühlt wurde. Das nach heutigen Verhältnissen relativ kleine Schiff, hatte 12 Mann Besatzung und konnte eine Geschwindigkeit bis zu 9,7kn erreichen, die es ihm ermöglichten, weite und auch längere Fangreisen, die bis nach Island führten, zu unternehmen.Die Indienststellung erfolgte am 07.02.1885. Zum Beginn seiner Indienststellung wurde noch die sogenannte Langleinenfischerei betrieben und dadurch sah es zunächst mit der Wirtschaftlichkeit gar nicht so erfolgreich aus und so wurde im ersten Jahr nach der Indienststellung zunächst ein Verlust von 15000,00 Mark eingefahren! Doch mit der Erfindung und Einführung des Grundschleppnetzes änderte sich das rigoros und die Erfolge der "Sagitta" führten in den folgenden Jahren zu einem rasannten Ausbau der Kapazitäten für die deutsche Hochseefischerei. So war zB. die deutsche Hochsee -Dampffischereiflotte innerhalb von fünf Jahren von einemSchiff, bis auf 22 Fischdampfer im Jahre1890 angewachsen.Nach weiteren 5Jahren im Jahre 1895 betrug die Anzahl schon 88 Fischdampfer und im Jahre 1900 zählte die deutsche Hochseefischerei Flotte schon 123 Fischdampfer. Es wurden zahlreiche neue Gesellschaften und Reedereien gegründet, wobei die deutsche Hochseefischerei-Gesellschaft- Nordsee bis Mitte der dreissiger Jahre zur grössten europäischenFischerei- Reederei aufgestieg und eine Flotte von zirka 400 Fischdampfern besaß.Als jedoch Island,Norwegen und Dänemark nach den beiden Weltkriegen, Ende der 50 ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts,dazu übergingen die Fischereigrenzen ihrer Länder auf 12 sm zu erweitern, war der Grundsatz "Freies Fischen auf allen Meeren" schon mal außer Kraft gesetzt. Die "Sagitta" absolvierte bis zum Jahre 1901 sechzehn erfolgreiche Jahre Hochseefischerei, in denen sie ua. neben den 635 erfolgreichen Fangreisen auch unzählige Hilfeleistungen bei Verunglückten auf See, sowie zahlreiche Rettungsmaßnahmen bei anderen Schiffen erfolgreich durchführte, bevor sie selbst auf ihrer 636.ten Reise, das unselige Schicksal traf und sie wahrscheinlich in einen sehr schweren Sturm geriet und dadurch vor Island verschollen ging! Die Erfolgsstory, die die Sagitta vorzuweisen hatte, führte aber bei den an der Nordseeküste beheimateten Werften zu einem regelrechten Fischdampfer-Bauboom und so wurde es an der Weser und Elbe nötig, unverzüglich neue Hafenbecken, Docks, Fischhallen, Eisfabriken, Netzmachereien ,Spleißereien sowie Reparatur- und Ausrüstungstützpunkte in den Städten Bremen, Geestemünde und Bremerhaven sowie in Hamburg und auch in Cuxhaven zu schaffen, um diesem Aufschwung gerecht werden zu können.Dazu gehörte weiterhin natürlich auch ein großzügiger Ausbau der Eisenbahnlinien bis ins Hafengebiet, um die enormen Aufgaben des zügigen Fischabtransportes bis ins Binnenland zufriedenstellend lösen zu können. Durch die Erweiterung der Hoheitsgebiete bis auf 200 sm in den 70zigerJahren,erfolgte dann allerdings zunächst ein ganz herber Rückschlag, insbesonders für die bundesdeutsche Hochseefischereiflotte, die dadurch mehr und mehr schrumpfte und heute bis auf einige wenige Schiffseinheiten fast völlig zum Erliegen gekommen ist.. Im Osten Deutschlands nahm die Hochseefischerei einen ganz anderen Verlauf. Die.Bemühungen in den dreissiger Jahren, eine Rostocker Hochseefischerei aufzubauen, wurden nach einigen Jahren wieder aufgegeben, da durch die weiteren Anmarschwege zu den traditionellen Fangplätzen die Rentabilität nicht genügend gewährleistet war. Diese Situation änderte sich erst nach 1949/50, da durch die deutsche Teilung ganz andere Bedingungen vorlagen und die damals neu gegründete DDR gezwungen war, Voraussetzungen zumAufbau einer eigenen Hochseefischereiflotte zu schaffen, um die ostdeutsche Bevölkerung ebenfalls ausreichend mit frischem Hochseefisch zu versorgen. Nach der Wende 1989 war aber hier ebenfalls das unrümliche Ende absehbar, das dann in kurzerZeit bis 1991/92 ziemlich rücksichtslos und unbarmherzig schnell von den Verantwortlichen in den dafür zuständigen Ministerium realisiert wurde Karl-Heinz Gubick

Der erste deutsche Fischdampfer die "Sagitta " von 1885 und die Weiterentwicklung bis heute!

Handmalerei eines unbekannten Künstlers

Baukastenmodell

Die Sagitta lief hier so dicht an uns vorbei,das mir nur diese Halbaufnahme gelang und ich sie erst im zweiten Bild als Ganzes verewigen konnte! Im Hintergrund schleppt ein weiterer BRD-Heckschlepper!

Museums Modellschiff!

Seeberufs-Genossenschaft

Howaldtswerke- Kiel

Union-Reederei

Seeberufs-Genossenschaft

Cranzer-Fisch-dampfergesellchaft

Deutsche Fisch-Fang-Union

Unter-Weser-Reeederei

Helmut Bastian

Reederei-Pickenpack

Deutsche-Hochsee-Fischerei

Fisch-Kombinat-Rostock

-Auf einem Seemannsgrab...

-da blühen keine Rosen ...









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